Mit den Temperaturen steigt für Ältere das Schlaganfallrisiko
Heiße Tage und tropische Nächte sind mehr als eine Belastungsprobe: Sie können für Herz und Gefäße gefährlich werden. „Schon ein Anstieg der Umgebungstemperatur um 1 Grad Celsius kann die Sterblichkeit durch Herzinfarkt und Schlaganfall messbar erhöhen“, sagt Professor Dr. med. Alexander Oberhuber von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG). Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Hinweise sprechen auch für ein erhöhtes Risiko bei Frauen.
Bei hohen Temperaturen versucht der Körper, Wärme über Haut und Schweiß abzugeben. Das schützt zunächst, kann aber auch zu Flüssigkeitsverlust führen. „Stärkeres Schwitzen führt zu Wasserverlust und Dehydration“, erklärt DGG-Experte Oberhuber. „Dadurch kann es zu einer Hämokonzentration kommen – das Blut wird durch den Verlust flüssiger Anteile gewissermaßen dickflüssiger.“ Dies könne die Bildung von Gerinnseln begünstigen und sei somit ein Risikofaktor für Schlaganfälle.“
Doch nicht nur Tageshitze, sondern vor allem auch tropische Nächte ohne ausreichende Kühlung sind problematisch. „Wenn sich der Körper nachts nicht ausreichend erholen kann, bleibt die Belastung für das Herz-Kreislauf-System bestehen – das erhöht nachweislich das Risiko für Schlaganfälle“, warnt Oberhuber. Besonders in Städten verstärken sogenannte Wärmeinseln diesen Effekt.
Quelle: Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e. V. (DGG)
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