Phototherapie beschleunigt Heilung von diabetischen Fußwunden

Eine aktuelle Metaanalyse mit 28 Studien konnte zeigen, dass die Anwendung von rotem und infrarotem Licht als begleitende Therapie bei diabetischen Fußwunden die Heilungsrate signifikant verbessert, die Durchblutung steigert und Schmerzen reduziert.

Insgesamt wurden 28 Studien mit 1 471 Menschen in die Analyse aufgenommen. Die Metaanalyse zeigte, dass die mit rotem und infrarotem Licht behandelten Gruppen eine signifikant höhere Heilungsrate der Fußwunden erreichten. Darüber hinaus war die Heilungszeit der Fußwunden signifikant kürzer (Mittelwertdifferenz, MD: 18,52; 95 % KI: 8,58 – 28,47; p < 0,00001). Auch die maximale Blutflussgeschwindigkeit in der Arteria dorsalis pedis stieg messbar an (MD: 6,54; 95 % KI: 4,01 – 9,08; p < 0,00001). Zusätzlich wurde eine signifikante Reduktion der Wundschmerzen festgestellt (MD: -4,33; 95 % KI: -4,94 – -3,71; p < 0,00001). Hinsichtlich der Häufigkeit von Nebenwirkungen bestand kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen der Phototherapie und der Kontrollgruppe (Odds Ratio, OR: 0,32, 95 % KI: 0,09 – 1,17; p = 0,08).

Die Anwendung von rotem und infrarotem Licht als begleitende Therapie eines diabetischen Fußsyndroms erwies sich als wirksamer als eine alleinige konventionelle Wundversorgung. Sie verbesserte nicht nur die Heilungsrate, sondern verkürzte auch die Behandlungsdauer, steigerte die Durchblutung und linderte Schmerzen. Das Risiko für Nebenwirkungen wurde nicht erhöht. Dennoch bestehen Einschränkungen aufgrund der Qualität und der Größe der eingeschlossenen Studien. Weitere klinische Studien sind erforderlich, um die vorliegenden positiven Ergebnisse zu bestätigen.

Quelle: DeutschesGesundheitsPortal