Smartwatches erkennen Vorhofflimmern bei Risikopatienten 4-mal häufiger
Vorhofflimmern ist die häufigste Form von Herzrhythmusstörungen und eine der wichtigsten Ursachen für Schlaganfälle. Aufgrund seines oft plötzlich auftretenden und wieder verschwindenden Verlaufs und der häufig fehlenden Beschwerden bleibt Vorhofflimmern oft lange unbemerkt. Tragbare Geräte wie Smartwatches bieten eine praktische und nicht invasive Möglichkeit, um diese Herzrhythmusstörung systematisch früh zu erkennen.
Die Smartwatch verfügte dabei über zwei wichtige Funktionen: Zum einen nutzte sie die Photoplethysmographie, eine Technik, die durch Lichtmessung die Pulswellen im Blut erfasst, um den Herzrhythmus zu kontrollieren. Zum anderen war sie mit einer Einkanal-Elektrokardiogramm-Funktion ausgestattet, einer vereinfachten Methode zur Aufzeichnung der elektrischen Aktivität des Herzens.
Die aufgezeichneten Elektrokardiogramme wurden innerhalb von 24 Stunden durch ein unabhängiges eHealth-Team ausgewertet. Der primäre Endpunkt war neu aufgetretenes Vorhofflimmern, definiert als bestätigte Episode von mindestens 30 Sekunden Dauer im Einkanal- oder Standard-Elektrokardiogramm.
Erhöhte Erkennungsrate von Vorhofflimmern mit Smartwatch
Die randomisierte kontrollierte Studie liefert Evidenz dafür, dass ein 6-monatiges Smartwatch-basiertes Screening die Detektionsrate von neu aufgetretenem Vorhofflimmern im Vergleich zur Standardversorgung bei Menschen mit erhöhtem Schlaganfallrisiko signifikant erhöht.
Quelle: DeutschesGesundheitsPortal