Presseschau Januar 2024

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Wenn Essstörung auf Diabetes trifft
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Iss dich schlank
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6 Millionen Deutsche haben „Knochenschwund“
So essen Sie dagegen an
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Typ-1-Diabetes: Der Streptokokken-Trick
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Diabetes-Therapie: Das geht unter die Haut
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Film des DDB zur Diabetischen Ketoazidose:

Ketoazidose

Vor dem Bildschirm sitzen begünstigt Depressionssymptome

Eine Querschnittsstudie aus Qatar konnte zeigen, dass die sitzend vor dem Bildschirm verbrachte Zeit bei Menschen mit Typ-2-Diabetes mit dem Schweregrad von Depressionssymptomen assoziiert ist.
Depressionen können als Begleiterkrankung bei Typ-2-Diabetes auftreten. Eine aktuelle Studie hat nun den Zusammenhang zwischen der Zeit, die mit bildschirmbasiertem sitzendem Verhalten (SBSB) verbracht wird und dem Schweregrad der Depressionssymptome (DSS) bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes evaluiert.

Sitzen vor Computer und Fernsehen bei Diabetes: Relevant für Depressionssymptome?

Hierzu wurde eine Querschnittsstudie an Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes unter Verwendung von Sekundärdaten der Qatar Biobank (QBB) durchgeführt. Daten zum Schweregrad der Depressionssymptome wurden mit dem PHQ-9-Fragebogen (Patient Health Questionnaire-9) erfasst. Zudem wurde die täglich sitzend vor dem Bildschirm verbrachte Zeit dokumentiert.

Studie mit 2 386 Typ-2-Diabetes-Patienten in Qatar

Die Wissenschaftler analysierten Daten von 2 386 Personen. Probanden, die an Wochentagen 2 – 4 Stunden oder mehr als 4 Stunden pro Tag sitzend am Bildschirm verbrachten (außer Computernutzung), hatten im Vergleich zu Probanden, die weniger als 1 Stunde damit verbrachten, eine höhere Wahrscheinlichkeit für stärkere depressive Symptome:
Stärkere Depression vs. < 1 Std. vor Bildschirmen sitzend
2-4 Std.: 44 %; 95 % Konfidenzintervall, KI: 13 – 83 %
> 4 Std.: 52 %; 95 % KI: 17 – 96 %
Probanden, die an Wochentagen mehr als 4 Stunden pro Tag sitzend am Computer verbrachten, hatten eine um 115 % (95 % KI: 56 – 196 %) höhere Wahrscheinlichkeit für einen höheren Schweregrad der Depressionssymptome als Probanden, die weniger als 1 Stunde am Bildschirm verbrachten. Ähnliche Zusammenhänge wurden zwischen der Bildschirmzeit am Wochenende und Depressionssymptomen beobachtet. Die körperliche Aktivität und die Schlafdauer der Probanden wurde in der statistischen Auswertung berücksichtigt.

Sitzen vor dem Bildschirm mit Depressionssymptomen assoziiert

Vor dem Bildschirm zu sitzen ist demnach bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes mit einem erhöhten Schweregrad von Depressionssymptomen assoziiert.
Laut der Autoren war der Zusammenhang unabhängig von den verwendeten technischen Geräten oder der Verteilung der Bildschirmzeit in der Woche.
Weniger inaktiv am Bildschirm verbrachte Zeit könnte somit, vermuten die Autoren, Depressionssymptome bei Typ-2-Diabetes entgegenwirken.
Quelle: DeutschesGesundheitsPortal

Pilotstudie: Diabetesprävention mit Low Carb

Eine Pilotstudie aus den USA konnte zeigen, dass eine sehr kohlenhydratarme Diät zur Diabetesprävention durchführbar und für die Teilnehmer akzeptabel ist. Vorläufige Ergebnisse deuten darauf hin, dass mit der Intervention ein Gewichtsverlust erreicht werden kann.
Alle medizinischen Zentren für Veteranenangelegenheiten (VA) in den USA bieten das Gewichtsmanagementprogramm MOVE! an. Durch eine kalorienreduzierte, fettarme Ernährung und mehr körperliche Aktivität soll mit dem Programm ein gesundes Gewicht erreicht und gehalten werden.
Die meisten MOVE!-Teilnehmer erreichen allerdings keine klinisch signifikante Gewichtsabnahme von ≥ 5 %. Eine Pilotstudie hat nun untersucht, ob eine kohlenhydratreduzierte Ernährung mehr Veteranen helfen könnte, einen Gewichtsverlust von ≥ 5 % zu erreichen.

Ermittlung von Faktoren welche das Abnehmen erleichtern oder behindern

Die einarmige Pilotstudie mit gemischten Methoden wurde in einem VA durchgeführt. Veteranen mit Prädiabetes und einem Body-Mass-Index ≥ 25 kg/m2 wurden zur Teilnahme an einem gruppenbasierten, virtuellen Präventionsprogramm eingeladen, das aus 23 Sitzungen über 12 Monate bestand. Im Rahmen des sehr kohlenhydratarmen Diabetes-Präventionsprogramm (VLC-DPP) wurde den Teilnehmern vermittelt, sich sehr kohlenhydratarm zu ernähren (definiert als 20 –35 g Nettokohlenhydrate pro Tag). Primäre Ergebnisse waren Messungen von Durchführbarkeit und Akzeptanz des Programms, einschließlich der Teilnahme an den Sitzungen und der Teilnahme am Programm.
Zu den sekundären Ergebnissen gehörten Veränderungen des Gewichts, des HbA1c-Wertes, der Blutfette und der von den Patienten angegebenen Werte für Heißhunger, Stressessen, Gesundheitszustand und Motivation. Nach 6 Monaten wurden Befragungen durchgeführt, um die Faktoren zu ermitteln, die den Teilnehmern das Erreichen eines Gewichtsverlusts von ≥ 5 % erleichterten oder erschwerten.

Pilotstudie mit 21 Veteranen mit Prädiabetes

Von 108 eingeladenen Veteranen nahmen 21 an der Studie teil (19 %), 18 wurden in die Analysekohorte aufgenommen. Im Durchschnitt besuchten die Teilnehmer 12,4/16 wöchentliche Sitzungen und 3,6/8 der zweimonatlichen oder monatliche Sitzungen.
Nach 12 Monaten betrug der durchschnittliche prozentuale Gewichtsverlust 9,4 % (+/- 10,7), wobei 9 Teilnehmer (50 %) einen Gewichtsverlust von mindestens 5 % erreichten. Bereits eine Gewichtsabnahme von mehr als 5 % kann den Blutzucker-, Insulin- und Triglyceridspiegel verbessern und bei Menschen mit Prädiabetes das Fortschreiten zu Typ-2-Diabetes verhindern. Die Veränderung des HbA1c-Wertes gegenüber dem Ausgangswert war nach 6 Monaten nicht statistisch signifikant, wohl aber nach 12 Monaten (p < 0,01).
Drei Faktoren erleichterten die Erreichung eines Gewichtsverlusts von ≥ 5 % bei 10/16 der Befragten:
Freude an kohlenhydratarmen Lebensmitteln
Sorgfältige Überwachung der Kohlenhydrataufnahme
Geringeres Hungergefühl und weniger Heißhungerattacken
Drei Faktoren verhinderten bei 6/16 Befragten eine Gewichtsabnahme von ≥ 5%:
Heißhunger, insbesondere auf Süßigkeiten
Schwierigkeiten beim Führen eines Mahlzeitenprotokolls
Schwierigkeiten bei der Essensplanung

Sehr kohlenhydratarme Ernährung zur Diabetesprävention geeignet

Das sehr kohlenhydratarme Diabetes-Präventionsprogramm (VLC-DPP) ist demnach durchführbar und akzeptabel und zeigt vorläufige Wirksamkeit bei Veteranen mit Prädiabetes. Die Autoren halten deshalb die Überprüfung der Wirksamkeit des Programms zur Gewichtsabnahme im Vergleich zum Standardprogramm MOVE! in einer größeren Studie für gerechtfertigt.
Die Untersuchung deutet somit auf unterstützende Maßnahmen, die Menschen bei der Durchführung eines solchen Programms helfen könnten, beispielsweise Anleitungen zu Mahlzeitenprotokoll und Hilfe bei der Essensplanung.
Quelle: DeutschesGesundheitsPortal

Diäten mit hohem Proteingehalt bei Typ-2-Diabetes sinnvoll?

Für übergewichtige Menschen mit Typ-2-Diabetes wird eine Gewichtsabnahme empfohlen. Eine US-amerikanische Studie hat nun untersucht, ob Proteinquellen, insbesondere rotes Fleisch, einen Einfluss auf die gewichtsverlustinduzierte Verbesserung von Typ-2-Diabetes haben.

Ein Gewichtsverlust von mehr als 10 % verbessert bei Menschen mit Typ-2-Diabetes (T2D) die Blutzuckerkontrolle. In den USA werden häufig Diäten mit hohem Proteingehalt (HP) zur Gewichtsreduktion eingesetzt. Es ist jedoch nicht bekannt, ob Proteinquellen, insbesondere rotes Fleisch, einen Einfluss auf die gewichtsverlustinduzierte Behandlung des Typ-2-Diabetes haben. Eine randomisierte Studie hat nun eine HP-Diät mit Rindfleisch und eine Diät mit normalem Proteinanteil (NP) ohne rotes Fleisch in Bezug auf Gewichtsreduktion, Veränderungen der Körperzusammensetzung und der Glukosekontrolle bei Menschen mit Typ-2-Diabetes verglichen.

Vergleich von High-Protein-Diät mit magerem Rindfleisch und Standardproteinanteil

Insgesamt 106 Erwachsene (80 Frauen) mit T2D nahmen während eines Zeitraums von 52 Wochen an einer Intervention zur Gewichtsreduktion teil. Die Teilnehmer nahmen entweder eine HP-Diät (40 % Protein) mit ≥ 4 wöchentlichen Portionen magerem Rindfleisch oder eine NP-Diät (21 % Protein) ohne rotes Fleisch zu sich. Körpergewicht, Körperzusammensetzung und kardiometabolische Parameter wurden vor und nach der Intervention gemessen.

Kein Unterschied zwischen Diät mit normalem oder hohem Proteinanteil

Der Gewichtsverlust war in beiden Gruppen ähnlich. Er betrug in der HP-Gruppe (-10,2 ± 1,6 kg) und in der NP-Gruppe (-12,7 ± 4,8 kg; p = 0,336). Beide Gruppen konnten den Anteil der Fettmasse reduzieren und den Anteil der fettfreien Masse erhöhen. HbA1c, Glukose, Insulin, Insulinresistenz, Blutdruck und Triglyceride verbesserten sich, ohne Unterschiede zwischen den Gruppen.
Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes wichtiger als Proteinanteil
Die Erhöhung des Proteinanteils während einer Diät hatte keinen Einfluss auf den Gewichtsverlust und die kardiometabolische Gesundheit. Laut der Studienautoren sollte deshalb der Gewichtsverlust und nicht die Zusammensetzung der Ernährung das Hauptziel von diätetischen Interventionen zur Behandlung des Typ-2-Diabetes sein.

Quelle: DeutschesGesundheitsPortal


 

Presseschau Dezember 2023

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Insulin: Es geht auch ohne Kühlbox!
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DNA-Behandlung gibt Herzerkrankten Hoffnung
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Mit sieben Fragen erkennen Sie Warnsignale für Demenz
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Aus Stammzelle wird Betazelle
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So gefährlich ist Sex für Herzkranke
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Film des DDB zur Diabetischen Ketoazidose:

Ketoazidose


 

Den Diabetes wegessen: Wie Ernährung einen Typ-2-Diabetes rückgängig machen kann

Lange Zeit galt der Typ-2-Diabetes als eine Erkrankung, die, einmal ausgebrochen, nicht mehr rückgängig zu machen ist. Dieses Bild hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Heute weiß man, dass es zumindest in den frühen Stadien des Typ-2-Diabetes durchaus möglich ist, den entgleisten Zuckerstoffwechsel wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. Diese sogenannte Remission sollte daher das Ziel jeder Therapie bei Menschen mit Prädiabetes oder frühem Typ-2-Diabetes sein, betont die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG).

Der mit Abstand bedeutendste Risikofaktor für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes oder seiner Vorstufe, des Prädiabetes, ist Übergewicht. Lebensstilinterventionen, die die Betroffenen zu mehr Bewegung und einer gesünderen, ausgewogeneren Ernährung anhalten, gelten daher als wichtigste Maßnahme, um die Entstehung einer diabetischen Stoffwechselstörung zu verhindern. „Diese Maßnahmen wirken jedoch nicht nur präventiv, sondern sind auch dann noch wichtig, wenn die Blutzuckerwerte bereits auffällig verändert sind“, sagt Professor Dr. med. Diana Rubin, Tagungspräsidentin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und Chefärztin des Zentrums für Ernährungsmedizin und Diabetologie am Vivantes Humboldt Klinikum und Klinikum Spandau, Berlin. Inzwischen gebe es Studiendaten, die belegten, dass eine intensive Ernährungstherapie selbst einen manifesten Typ-2-Diabetes im Frühstadium in eine Remission bringen könne. Damit sinke auch das Risiko für die schwerwiegenden Folgeerkrankungen des Typ-2-Diabetes, zu denen neben Herzinfarkt und Schlaganfall auch Nieren- und Augenerkrankungen zählen.

Um eine Remission zu erreichen, ist es zunächst wichtig, dass die Patientinnen und Patienten Gewicht verlieren. „Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Blutzuckerwerte normalisieren, steigt umso mehr, je deutlicher das Körpergewicht reduziert wird“, sagt Rubin. Eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) zeigt, dass vor allem die Reduktion des Bauchfetts für den Therapieerfolg entscheidend ist. Denn dieses Fettgewebe, das die inneren Organe auskleidet, kann Entzündungen fördern und die Wirkung des blutzuckersenkenden Hormons Insulin im Körper herabsetzen. Daher sollte laut DZD eine Reduktion des Taillenumfangs von mindestens 4 Zentimetern bei Frauen und 7 Zentimetern bei Männern angestrebt werden.

Um diese Ziele zu erreichen, benötigen die Betroffenen eine intensive ernährungstherapeutische Begleitung. „Diese sollte in den Händen von Ernährungsfachkräften wie Diätassistent*innen, Ernährungswissenschaftler*innen, Ernährungsmediziner*innen oder speziell ausgebildeten Ökotropholog*innen liegen“, sagt Tagungspräsidentin Rubin. Denn eine Ernährungsintervention funktioniere nicht nach dem Prinzip des „One size fits all“, sondern müsse individuell geplant werden. Nur wenn die Lebensumstände der Menschen – etwa der durch Beruf oder Familie vorgegebene Tagesrhythmus und der kulturelle Hintergrund – berücksichtigt würden, sei es möglich, die erforderliche Gewichtsreduktion von 10 bis 15 Prozent nicht nur zu erreichen, sondern auch langfristig zu halten.

Trotzdem gebe es auch Menschen mit Diabetes, für die völlig andere Therapieziele gelten. „Bei älteren Personen etwa, deren Muskelmasse bereits stark verringert ist, wird keine zusätzliche Gewichtsreduktion mehr angestrebt“, erläutert Rubin. Hier liege der Schwerpunkt der ernährungstherapeutischen Intervention auf einer ausreichenden Eiweißversorgung, die zusammen mit Bewegung für eine Kräftigung der Muskulatur sorgt, diese Intervention bessert aber ebenfalls die Blutzuckerwerte.

Auch für Menschen, deren Typ-2-Diabetes bereits seit vielen Jahren besteht oder für Subtypen des Typ-2 Diabetes mit einem Insulinsekretionsdefizit, sei eine Remission oft nicht mehr zu erreichen. In dieser Phase zielt die Ernährungsberatung ebenfalls nicht primär auf einen Gewichtsverlust ab – denn oft geht dieser zulasten der Muskelmasse. Dennoch ist eine traditionell-mediterrane Ernährung auch bei diesen Menschen mit gesundheitlichen Vorteilen verbunden, einschließlich einer verlängerten Überlebenszeit.

„Diese Beispiele zeigen, dass eine an neuesten Forschungserkenntnissen ausgerichtete Diabetes-Therapie auch im Hinblick auf die Ernährung immer individualisierter und differenzierter werden muss“, resümiert Rubin. Leider werde dies in den aktuellen Diabetes-Schulungsprogrammen bislang nicht ausreichend berücksichtigt, auch würden diese häufig nicht von Ernährungsfachkräften angeleitet. Damit bleibe ein großer Teil des ernährungstherapeutischen Potenzials ungenutzt – zum Nachteil der Patientinnen und Patienten, deren Krankheitslast nicht so weit verringert werde, wie es mit einer optimalen Ernährungsbegleitung möglich wäre.

Quelle: DDG


 

Soviel BE/KE haben die Leckereien auf dem Weihnachtsmarkt:

1 Zuckerwatte: 1/2-1 BE; 0,6-1,2 KE
(1 TL Zucker)

100 g gebrannte Mandeln: 6 BE; 7,2 KE

1 Tüte Schmalzgebäck: 5 BE; 6 KE

50g Christstollen: 2 BE; 2,4 KE

1 Vanillekipferl 10g: 0,4 BE; 0,5 KE

25g Popcorn: 0,8 BE; 1 KE

100g Waffel, frisch: 3 BE; 3,5 KE

1 Spekulatius 10g: 0,4 BE; 0,5 KE

1 Crêpes natur: 2BE; 2,4KE

150g Reibekuchen: 3 BE; 3,5 KE

Die Werte sind unverbindliche Richtwerte


 

Weihnachtsspeck adé – wie man eine Gewichtszunahme an Weihnachten verhindert

Über das Jahr hinweg nehmen viele Deutsche Gewicht zu. Besonders das Ende des Jahres mit den vorweihnachtlichen Festen und den Weihnachtsfeiertagen hat es in sich und beschert nicht selten ungeliebte Extra-Kilos, die sich nur schwer wieder abtrainieren lassen. Forscher aus Großbritannien zeigten nun, dass eine Gewichtszunahme in der Weihnachtszeit allerdings kein Muss ist und jeder aktiv etwas dagegen tun kann. Was hilft, ist, zu wissen, wie viele Kalorien beliebte Weihnachtsschlemmereien haben und wie lange es dauert, um diese wieder abzutrainieren. Regelmäßiges Wiegen und Tipps für ein gesundes Gewicht zu beherzigen sind weitere effektive Strategien.

Eine Gewichtszunahme ist oftmals schleichend. Die Weihnachtszeit ist da ein wenig anders. Sie ist eine Zeit, in der viele Menschen über eine längere Zeit mehr essen als üblich. Denn nach der Vorweihnachtszeit mit vielen Plätzchen, Glühwein und Weihnachtsmarktbesuchen folgen erst die Weihnachtsfeiertage, wo sich ein Festessen an das andere reiht. Zusätzlich sind viele Menschen in der kalten Jahreszeit und besonders an den Feiertagen weniger sportlich aktiv. In Kombination wirken sich diese Faktoren bei vielen Menschen ungünstig auf das Gewicht aus. Das Tückische daran: Studien belegen, dass gerade die Extra-Kilos an Weihnachten hartnäckig sind und oftmals nicht wieder verschwinden.

Studie untersucht, was hilft, um an Weihnachten nicht zuzunehmen
Forscher aus Großbritannien nahmen sich diese Fakten zum Anlass, um eine Studie durchzuführen, bei der durch einfache Tricks eine Gewichtszunahme in der Weihnachtszeit verhindert werden sollte. Die Forscher schlossen 272 Personen mit einem Body Mass Index (BMI) von mindestens 20 in ihre Studie ein, die sie auf zwei Gruppen aufteilten. Eine Hälfte der Personen gehörte der Interventionsgruppe an. Personen der Interventionsgruppe wurden dazu angeleitet, sich regelmäßig (am besten jeden Tag) zu wiegen und ihr Gewicht festzuhalten. Außerdem wurden ihnen Tipps gegeben, um ein gesundes Gewicht aufrechtzuerhalten. Zudem informierten die Forscher die Interventionsteilnehmer darüber, wie lange sie sportlich aktiv sein mussten, um sich die Kalorien für beliebte Weihnachtsschlemmereien wie Bratapfel oder Glühwein wieder abzutrainieren. Die Maßnahmen sollten dazu beitragen, die Personen dazu zu animieren, sich in den Weihnachtstagen beim Essen und Trinken besser selber zu zügeln. Die andere Hälfte der Personen wurde der Kontrollgruppe zugeteilt. Diese Personen bekamen keine speziellen Anweisungen, sondern nur eine kleine Broschüre, die Empfehlungen zu einer gesunden Lebensweise enthielt.Die Teilnehmer wurden im November und Dezember 2016 für die Studie gewonnen. 4 bis 8 Wochen später (Januar/Februar 2017) wurde erneut das Gewicht der Teilnehmer erfragt und der Erfolg der Intervention bestimmt.

Einfache Tricks schützten wirksam vor Extra-Kilos
Es zeigte sich Folgendes: Während die Personen der Interventionsgruppe während des Studienzeitraums im Schnitt -0,13 kg abgenommen hatten, verzeichneten die Personen der Kontrollgruppe eine Zunahme um 0,37 kg. Die Differenz zwischen den beiden Gruppen belief sich also auf 0,49 kg (ca. 1 Pfund). Eine einfache und kurze Intervention konnte demnach vor einer Gewichtszunahme an Weihnachten schützen. Die Tricks, um nicht zuzunehmen, waren a) regelmäßiges Wiegen, b) Tipps für ein gesundes Körpergewicht zu beherzigen und c) Wissen über den Kaloriengehalt von traditionellen Weihnachtsschlemmereien und den notwendigen Zeitaufwand, um diese wieder abzutrainieren, zu haben.

Quelle: DeutschesGesundheitsPortal

Podcast: Weihnachtsmarkt und Diabetes www.podcast.de

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Presseschau November 2023

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Dank Sensor und Algorithmus den Blutzucker im Griff
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Proteine sind für Gesundheit, Fitness und Immunsystem überlebenswichtig
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Infekte: Was ist bei Diabetes zu beachten?
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Typ-1-Diabetes: Hat das Spritzen ein Ende?
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Können normalgewichtige Personen Diabetes Typ 2 bekommen?
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Film des DDB zur Diabetischen Ketoazidose:

Ketoazidose


 

Grippeimpfung: Gut geschützt durch die Influenza-Saison

Aktuell lassen sich wieder viele Menschen gegen Grippeviren impfen. Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat mit Blick auf die saisonale Influenza jüngst zu der Schutzmaßnahme aufgerufen. Aber für wen wird die Impfung eigentlich empfohlen? Kann man sich gleichzeitig gegen Grippe und Covid-19 impfen lassen? Und gegen welche Krankheiten sollte man sich noch mit einer Impfung schützen? Dazu informiert die Stiftung Gesundheitswissen.

Die Grippeschutzimpfung kann zwar nicht jede Erkrankung verhindern. Sie schützt aber in sehr vielen Fällen und kann bei einer Infektion dazu beitragen, dass es zu weniger schweren Krankheitsverläufen oder weniger schweren Komplikationen kommt. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Auffrischung des Grippeschutzes daher bestimmten Personengruppen. Dazu gehören u. a. Menschen über 60 Jahren, Erwachsene und Kinder ab sechs Monaten mit speziellen Vorerkrankungen sowie Schwangere. Eine Impfung gegen Grippe sollte zwischen Oktober und Mitte Dezember erfolgen. Als Schutz für die gesamte Grippesaison reicht eine einmalige Impfung. Die Grippeimpfung kann entweder mit einem Totimpfstoff oder einem Lebendimpfstoff erfolgen. Der Impfstoff selbst wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen.

Kann man sich gleichzeitig gegen Grippe und Covid-19 impfen lassen?

Nach der Grundimmunisierung wird die Auffrischung der Corona-Schutzimpfung von der STIKO ebenfalls einmal jährlich, im Herbst – nach einem Abstand von mindestens 12 Monaten – für bestimmte Personengruppen empfohlen. Dazu gehören Menschen über 60 Jahren und Personen mit Vorerkrankungen oder Immunschwäche. Es ist möglich, sich gleichzeitig gegen Grippe und Covid-19 impfen zu lassen, wenn Totimpfstoffe eingesetzt werden. Da diese Impfstoffe jedoch einzeln verabreicht werden, sollte für jede Impfung eine eigene Impfstelle gewählt werden – für die eine etwa der linke, für die andere der rechte Oberarm.
Es gibt auch andere Krankheiten, bei denen es möglich ist, sich gleichzeitig gegen die unterschiedlichen Erreger impfen zu lassen. Sogenannte Kombinationsimpfungen beispielsweise beinhalten Impfstoffe gegen verschiedene Krankheiten. Dazu gehört etwa die Dreifachimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten.

Welche (Standard-)Impfungen werden noch von der STIKO empfohlen?

Die empfohlenen Standardimpfungen stehen im aktuellen Impfkalender der STIKO. Der Kalender führt die Zeitpunkte und Zeitabstände für die Impfungen auf und wird jährlich vom Gremium auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse erarbeitet und veröffentlicht. Aktuell werden 17 Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene empfohlen. Dazu gehören die Schutzimpfungen u. a. gegen Masern, Kinderlähmung, Keuchhusten, Rotaviren, Rötelviren, Wundstarrkrampf und Windpocken. Die meisten der nötigen Standardimpfungen werden bereits in den ersten 15 Lebensmonaten verabreicht. Damit der Impfschutz aufrechterhalten wird, folgen vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter Auffrischungen. Hier empfiehlt sich der regelmäßige Blick in den Impfpass.

Wie unterscheiden sich Standardimpfungen von Indikationsimpfungen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt in Deutschland, welche Impfungen für den Menschen als Einzelperson sowie für die gesamte Bevölkerung nützlich sein können. Die Impfempfehlungen der STIKO werden in unterschiedliche Kategorien unterteilt: 1. Standardimpfungen, 2. Indikationsimpfungen, 3. Berufliche Impfungen und 4. Reiseimpfungen. Als Standardimpfungen gelten jene, die nach Ansicht der STIKO in der Regel jedes Kind und jeder Erwachsene erhalten sollte. Indikationsimpfungen werden meist Personen empfohlen, die ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für eine Krankheit haben oder Risikopatienten sind und daher ein schwerer Verlauf bei einer Krankheit zu befürchten ist. Die Impfung gegen Gürtelrose wird z. B. allen Menschen über 60 Jahren als Standardimpfung empfohlen. Eine Indikation für die Impfung kann jedoch bereits ab 50 Jahren gegeben sein, wenn eine Grunderkrankung, z. B. eine angeborene oder erworbenen Immunschwäche, vorliegt. Empfehlungen für berufliche Impfungen richten sich an Menschen, die jobbedingt ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben. Tierärzten, Jägern, Forstpersonal und anderen Personen mit Umgang mit Tieren in Gebieten mit neu aufgetretener Wildtiertollwut wird beispielsweise empfohlen, sich gegen Tollwut impfen zu lassen. Und Reiseimpfungen werden bei Reisen in bestimmte Regionen empfohlen.

Wo kann ich mich impfen lassen?

Seit März 2020 ist es allen Ärzten erlaubt, jede Impfung durchzuführen. Es ist also möglich, sich von einem Hausarzt oder Facharzt impfen zu lassen. Einige Impfungen dürfen auch Apotheker mit entsprechender Schulung durchführen. Dazu gehören etwa die Grippeschutzimpfung für Erwachsene oder die Impfung gegen Covid-19 bei Personen über 12 Jahren. Ist eine Impfung aus beruflichen Gründen nötig, liegt die Zuständigkeit in der Regel beim Betriebsarzt. Auch viele Gesundheitsämter bieten Impftermine bei ihren Amtsärzten an.

Wer trägt die Kosten für eine Impfung?

Die gesetzlichen und privaten Krankenkassen tragen die Kosten für die von der STIKO empfohlenen Standardimpfungen sowie Indikationsimpfungen für die entsprechende Risikogruppe. Reiseimpfungen sowie nicht von der STIKO empfohlene Impfungen müssen in der Regel selbst gezahlt werden. Notwendige Impfungen für den Beruf trägt in der Regel der Arbeitgeber.

Mehr Informationen zu Schutzimpfungen für die Reise und den Beruf sowie Empfehlungen für Schwangere finden Sie hier:

https://stiftung-gesundheitswissen.de/gesundes-leben/koerper-wissen/welche-impfungen-brauche-ich

Standardimpfungen – Welche Impfungen empfiehlt die STIKO?

Standardimpfungen, die die STIKO für Kinder und Erwachsene empfiehlt, sind im jeweils aktuellen Impfkalender aufgeführt. Meist werden die Impfungen mit Abkürzungen bezeichnet, die hier in Klammern angegeben sind. Die aktuellen Standardimpfungen in alphabetischer Reihenfolge sind:

Covid-19-Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus

Schützt vor Covid-19, eine Infektionskrankheit, bei der es bei einem schweren Verlauf zu Atemnot und Lungenentzündung kommen kann.

Diphterie-Impfung (D oder d) gegen Corynebakterien

Schützt vor Krupp, einer Erkrankung, die mit Halsentzündungen beginnt und im Verlauf Herz und Nerven schädigen kann.

Grippe-Impfung gegen das Influenzavirus

Schützt vor Grippe, die mit hohem Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen einhergeht und meist in der kalten Jahreszeit auftritt.

Impfung gegen Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

Schützt u. a. vor Hirnhautentzündungen bei Säuglingen und Kleinkindern.

Hepatitis B-Impfung (HB) gegen das Hepatitis B-Virus

Schützt vor Hepatitis B, einer Leberentzündung.

Herpes Zoster-Impfung gegen Varizella-Zoster-Viren

Schützt vor Gürtelrose, die sich durch einen schmerzhaften Ausschlag, meist am Oberkörper, zeigt.

Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV)

Schützt vor einem häufig sexuell übertragenen Virus, das zu Warzen, aber auch schwerwiegenden Veränderungen wie Gebärmutterhalskrebs führen kann.

Masern-Impfung gegen das Masernvirus

Schützt vor einer Infektion mit grippeartigen Symptomen, Fieber und Hautausschlag, die zu schweren Folgeschäden führen kann.
Meningokokken C-Impfung gegen Neisseria meningitidis (Meningokokken)
Schützt vor Hirnhautentzündung und Blutvergiftung, vor allem bei Kindern, Jugendlichen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Mumps-Impfung gegen das Mumpsvirus

Schütz vor Entzündungen der Ohrspeicheldrüse, bei männlichen Jugendlichen und Erwachsenen auch der Hoden. Die Erkrankung kann unfruchtbar machen.

Pertussis-Impfung (aP oder ap) gegen Bordella pertussis-Bakterien

Schützt vor Keuchhusten oder Stickhusten, einer langwierige Erkrankung mit starken Hustenanfällen.

Pneumokokken-Impfung gegen Pneumokokken (Bakterien)

Schützt vor Ohr- und Lungenentzündungen, vor allem bei Kleinkindern, älteren Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Poliomyelitis-Impfung (IPV) gegen Poliovirus

Schützt vor Kinderlähmung, einer Krankheit, bei der es zu lebensbedrohlichen Lähmungen kommen kann.

Rotaviren-Impfung (RV) gegen Rotaviren

Schützt vor schweren Brechdurchfälle bei Säuglingen und Kleinkindern.

Röteln-Impfung gegen das Rötelvirus

Schützt vor leichten erkältungsähnlichen Beschwerden mit Hautausschlag. Während einer Schwangerschaft können Rötelviren in den ersten Monaten dem ungeborenen Kind schaden.

Tetanus-Impfung (T) gegen Clostridium tetani-Bakterien

Schützt vor Wundstarrkrampf, einer Erkrankung, die zu starken bis tödlichen Muskelkrämpfen führen kann.

Varizellen-Impfung (V) gegen das Varizella-Zoster-Virus

Schützt vor Windpocken, ein Hautausschlag, der für Neugeborene tödlich verlaufen kann.

Quelle: Stiftung Gesundheitswissen