Stark verarbeitete Lebensmittel erhöhen Krankheitsrisiko

Der häufige Konsum stark (industriell) verarbeiteter Lebensmittel (Ultra-Processed Foods, UPFs) steht laut aktueller Forschungsergebnisse in eindeutiger Verbindung mit zahlreichen chronischen Erkrankungen und psychischen Störungen, zeigte ein Umbrella-Review über 39 Metaanalysen.

Gesundheitsgefahr durch stark verarbeitete Lebensmittel

Besonders überzeugende Belege wurden für eine Verschlechterung der Nierenfunktion sowie Atemprobleme bei Kindern gefunden. Auch Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Übergewicht, Adipositas und psychische Störungen sind stark mit dem Verzehr dieser Produkte assoziiert. Der Konsum von stark verarbeiteten Lebensmitteln hatte keine gesundheitlichen Vorteile.

Eine Ernährung mit niedrigem UPF-Anteil könnte daher weitreichende Vorteile für die öffentliche Gesundheit haben, so das Fazit der Studienautoren.

Mehr Infos:
www.deutschesgesundheitsportal.de


 

Wichtige Informationen von Novo Nordisk zu Ihrem Insulin

Liebe Patientin, lieber Patient,
Sie werden mit einem Insulin von Novo Nordisk behandelt, das schon lange auf dem Markt ist? In den letzten Jahren wurden für die Diabetestherapie viele neue Medikamente entwickelt, die inzwischen sehr gut etabliert sind. Auch die Insulintherapie hat sich weiterentwickelt.
Novo Nordisk hat sich daher entschieden, einige seiner frühen Insuline bis 2026 auslaufen zu lassen.

Ab 2026 nicht mehr verfügbar:

Levemir®
Protaphane®
Fiasp® PumpCart® (nicht betroffen sind die Darreichungsformen
Durchstechflasche, Penfill® und FlexTouch®)

Ab 2027 nicht mehr verfügbar:

Actrapid®
Actraphane® 30
Actraphane® 50
Was bedeutet das für Sie?
Uns ist bewusst, dass dies für Sie eine Veränderung im Therapiealltag bedeutet.
1. Ihre Ärztin/Ihr Arzt wird von Novo Nordisk umfassend über die Angebotsanpassung informiert. Gemeinsam mit Ihnen wird sie/er über alternative Therapiemöglichkeiten sprechen und Sie rechtzeitig auf ein anderes geeignetes Insulin umstellen.
2. Bitte sprechen Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt beim nächsten Behandlungstermin darauf an, falls sie/er das nicht von sich aus tut.
Zu Fragen wenden Sie sich gern an unseren Kundenservice:
E-Mail: kd_service@novonordisk.com
Telefonnummer: 06131 903-1133


Testen Sie den GlucoHelper

Wir laden Sie herzlich ein, an einer Studie mit der neuen App GlucoHelper teilzunehmen. Die App unterstützt Menschen mit Typ-1-Diabetes, die Therapie im Alltag einfacher und effektiver umzusetzen – mit automatischem Feedback und leicht verständlichen Auswertungen.  Wir wollen gemeinsam mit GlucoHelper verstehenwelche App funktionen als hilfreiche oder nicht empfohlen werden. Die Studie ist insbesondere für Patienten mit Insulintherapie und Sensor geeignet.
GlucoHelper wertet automatisch Ihre CGM-Daten aus und gibt individuelle Rückmeldungen zu möglichen Therapieproblemen, etwa vergessene Bolusgaben oder wiederholt hohe Werte. Wer zusätzlich Mahlzeiten oder Insulin erfasst, erhält noch präzisere Einsichten.

Das bietet die App:

Tägliches Feedback zur Glukoseentwicklung
Analyse von Mustern und Alltagsproblemen
Optionale Tagebuchfunktion für Mahlzeiten, Insulin und Bewegung
Kompatibel mit den meisten gängigen CGMs, Insulinpumpen und Smartpens
Die Nutzung ist kostenlos und Rückmeldungen sind ausdrücklich willkommen.
Jetzt kostenlos ausprobieren:
Nutzen Sie diese Gelegenheit, GlucoHelper zu testen – Ihr Feedback ist in dieser Phase besonders wertvoll.
Prof. Dr. med. habil. Peter E. H. Schwarz
Technische Universität Dresden

Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus


Pädiatrische Verbände fordern zügige Implementierung des DMP Adipositas für Kinder und Jugendliche

Das Disease Management Programm (DMP) Adipositas für Kinder und Jugendliche ist zum 01.07.2025 in Kraft getreten. Die Betroffenen erleben oft eine Odyssee mit unnötigen Untersuchungen, Schuldzuweisungen und frustranen Therapieversuchen. Das soll sich nun ändern. Durch das DMP soll die Versorgungslage für Kinder und Jugendliche mit Adipositas in Deutschland (ca. 6,5 Prozent, also aktuell ca. 800.000) zwischen drei und siebzehn Jahren deutlich verbessert werden.

Das DMP soll bei Kindern und Jugendlichen mit Adipositas das Risiko verringern, dass die Erkrankung und bereits bestehende Komorbiditäten bis ins Erwachsenenalter fortbestehen bzw. sich ausweiten.

Eine Adipositas kann ganz unterschiedlich ausgeprägt sein, etwa mit Blick auf die Ursachen und die Krankheitslast, aber auch bezogen auf die Möglichkeiten, gesundheitlich ungünstige Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten zu ändern. Bei Kindern und Jugendlichen spielen als Ursachen vor allem nicht veränderbare genetische Einflüsse und darüber hinaus weitere Faktoren eine Rolle, die sich aus der familiären Situation beziehungsweise aus der sozialen Umgebung ergeben können. Deshalb soll im DMP Adipositas für Kinder und Jugendliche von den koordinierenden Ärztinnen und Ärzten ein am individuellen Bedarf orientierter Behandlungsplan aufgestellt werden, der das primäre Ziel einer Lebensstil-basierten Intervention, nämlich die Optimierung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens, aber auch die Erwartungen und Möglichkeiten der Kinder und Jugendlichen und ihrer Familien, berücksichtigt. Zentraler Bestandteil des DMP sind ambulante Adipositasschulungsprogramme, die nun in Deutschland nach vielen Jahren der uneinheitlichen (Unter-)Finanzierung wieder eine Chance auf ihren berechtigten Platz in der Versorgungslandschaft für die Kinder und Jugendlichen mit Adipositas und ihren Familien erhalten können.

Quelle. DDG


 

„Männer sind anders. Frauen auch“ in der Diabetologie: wie sich Geschlechtsunterschiede auf Behandlung und Verlauf der Stoffwechselerkrankung auswirken

Geschlechtsunterschiede in der Diabetologie ernst nehmen Die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede ist in der modernen Diabetologie kein „Nice-to-have“, sondern eine Grundvoraussetzung für wirksame Prävention, Diagnostik und Therapie. Männer und Frauen unterscheiden sich nicht nur in ihrer Hormonlage, sondern auch in ihrer Selbstfürsorge, in der Wahrnehmung von Symptomen, in der Stoffwechselregulation und in ihrem Ansprechen auf Medikamente.
Gerade bei Frauen mit Diabetes zeigen sich deutliche Unterschiede im Krankheitsverlauf. Nach der Menopause steigt ihr Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall signifikant – um 40 beziehungsweise 25 Prozent im Vergleich zu Männern. Ursache sind nicht nur klassische Risikofaktoren wie Blutzuckerund Fettstoffwechselstörungen, sondern auch hormonelle Veränderungen, eine oft unzureichende Selbstfürsorge und strukturelle Unterversorgung. Frauen nehmen sich häufig selbst zuletzt wahr – das muss sich ändern.
Zudem sind Frauen oft mehrfach belastet: Sie tragen nach wie vor den Großteil der Sorgearbeit – ob in der Kindererziehung oder in der Pflege von Angehörigen. Gleichzeitig sind sie häufiger von sozioökonomischer Benachteiligung betroffen, verdienen weniger, haben seltener Zugang zu höherer Bildung und verfügen über geringere Gesundheitsressourcen. Diese strukturellen Ungleichheiten erschweren den Zugang zu Präventions- und Versorgungsangeboten – mit unmittelbaren Folgen für die Krankheitsbewältigung und Prognose.
Auch der weibliche Zyklus beeinflusst den Zuckerstoffwechsel: Zwei Drittel aller Frauen mit Diabetes erleben in der zweiten Zyklushälfte eine reduzierte Insulinempfindlichkeit. Dennoch werden prämenopausale Frauen in Studien oft ausgeschlossen – ein strukturelles Problem in der klinischen Forschung. Die Menopause wiederum bringt häufig eine Gewichtszunahme im Bauchbereich, verstärkte Insulinresistenz und neue Herausforderungen in der Einstellung des Blutzuckers mit sich. Hier braucht es maßgeschneiderte Therapieansätze.
Männer mit Diabetes sind hingegen häufiger von schlechter Therapieadhärenz betroffen, insbesondere bei Krebserkrankungen – ein weiteres Beispiel dafür, dass erfolgreiche Versorgung Geschlechtersensibilität braucht. Trotz dieser Erkenntnisse fehlen geschlechtsspezifische Daten häufig in Studien, und pharmakokinetische Unterschiede werden nicht ausreichend berücksichtigt. Die Folge: eine Medizin, die Männern und Frauen nicht gerecht wird.

Daher fordert die Deutsche Diabetes Gesellschaft:

  • konsequent gendersensible Forschung, insbesondere zur Wirkung antidiabetischer
  • Medikamente in verschiedenen Lebensphasen,
  • die Integration patientenberichteter Outcomes (PROMs), um Unterschiede in Alltag und Therapieerleben sichtbar zu machen,
  • gezielte Förderung von Clinician Scientists, die moderne Technologien und Geschlechtersensibilität verbinden,
  • und eine verpflichtende Berücksichtigung von Geschlecht, psychosozialer Situation und Lebensrealität in der klinischen Praxis und Leitlinienentwicklung.
Diabetologie der Zukunft heißt: individualisiert, gerecht, geschlechtersensibel – damit alle Patientinnen und Patienten die Versorgung bekommen, die sie brauchen.
Quelle: Professor Dr. Julia Szendrödi, Präsidentin der DDG, Ärztliche Direktorin der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie, Stoffwechselkrankheiten und Klinische Chemie des Universitätsklinikums Heidelberg

Kostenfreier Online-Impulsvortrag: Impfen bei vorerkrankten Patientinnen und Patienten

Dr. Mirko Steinmüller geht in einem Impulsvortrag auf das Impfen von Patientinnen und Patienten mit Vorerkrankungen ein.

Welche Besonderheiten sind bei Impfungen von Personen mit Autoimmunerkrankungen oder unter immunsupprimierenden bzw. immunmodulierenden Therapien zu beachten?

Dr. Mirko Steinmüller, Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie und Infektiologie, teilt in diesem Webinar praxisnahe Empfehlungen für die Impfung von vorerkrankten Patientinnen und Patienten.

Jetzt kostenfreien Vortrag ansehen!

Deutsches Ärzteblatt

Weitere Videos vom Deutschen Ärzteblatt zum Thema Impfen

Jede Impfung zählt!
aerzteblatt.de/infocenter


 

Paradigmenwechsel bei der Therapie der Schaufensterkrankheit

Lange Zeit galt, fortgeschrittene Durchblutungsstörungen in den Beinen nach Möglichkeit minimalinvasiv zu beseitigen. Doch die Regel „endovaskulär first“ ist überholt. Diese Erkenntnis ist festgehalten in der aktualisierten S3-Leitlinie zur peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK), einer Erkrankung, an der in Deutschland mehr als zehn Prozent der über 60-Jährigen leiden. Ob undurchlässige Gefäße endovaskulär, offen chirurgisch mit einem Bypass oder gar nicht operiert werden, hängt in erster Linie von den Beschwerden, dem Zustand und dem Risiko der Erkrankten ab. Damit erfolgt eine weitgehende Neubewertung der pAVK-Therapie, wie die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) mitteilt.

Klassischerweise macht sich die pAVK zu Beginn mit krampfartigen Schmerzen in den Waden bemerkbar, die Betroffene beim Gehen zum Anhalten zwingen („vor dem Schaufenster stehen bleiben“). Wer sich in diesem Stadium befindet, soll zunächst ein Gehtraining erhalten, flankiert von Lebensstilmaßnahmen und einer optimalen medikamentösen Therapie – für die Dauer von drei bis sechs Monaten. Im Focus: Gehtraining (3 x pro Woche) und Medikamente stehen an erster Stelle sowie bei Gebrechlichkeit ist kein Eingriff oft die bessere Option.

Neu: Ermittlung des Gebrechlichkeitsgrads – Ergibt das Assessment eine alterstypische Muskelschwäche, kann eine gezielte Prähabilitation mit leichten körperlichen Übungen und hochkalorischer Ernährung die Patientinnen und Patienten vor dem Eingriff in einen besseren Zustand bringen. „Ist der Betroffene zu gebrechlich und ein Eingriff zu riskant, rücken eine gute Schmerztherapie und eine professionelle Wundpflege in den Fokus, um bestmögliche Lebensqualität zu erhalten

Quelle: DGG


 

Fortbildung für Profis zu Adipositas

Adipositas ist längst eine der häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland: Fast ein Viertel aller Erwachsenen lebt mit starkem Übergewicht – bei den über 60-Jährigen ist es sogar mehr als ein Drittel.

„Diese Entwicklung macht deutlich, wie dringend wir qualifizierte Fachkräfte brauchen, die Betroffene langfristig begleiten können“, betont Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland, Vorsitzender des Ausschusses Qualitätssicherung, Schulung & Weiterbildung der DDG.

Seit der Einführung der Fortbildungen „Adiposiolog*in DAG-DDG“ und „Adipositasberater*in DAG-DDG“ ist die Nachfrage stetig gestiegen. „Insgesamt haben bereits etwa 1.000 Teilnehmende unsere Kurse besucht“, ergänzt Professor Dr. med. Matthias Laudes, Präsident der DAG und Direktor sowie Ärztlicher Leiter am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel.

Werden Sie Spezialist*in für die Volkskrankheit Adipositas!

Das Angebot richtet sich sowohl an Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Ernährungsfachkräfte oder Diabetesberaterinnen und -berater als auch an Psychologinnen und Psychologen. Die Kurse sind leitliniengerecht, auf dem neuesten Forschungsstand sowie kompakt und praxisnah ausgerichtet.

Entdecken Sie unsere Adipositas-Fortbildungen mit den Abschlüssen Adiposiolog*in DAG-DDG und Adipositasberater*in DAG-DDG (je nach Grundberuf) der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) und der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

adipositasfortbildung.de/


 

Konzert- und Festival-Sommer mit Diabetes? Na klar

Ob eintägiges Open-Air oder mehrtägiges Festival mit Zelt und Camping: Auch Menschen mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes können unbeschwert Livemusik genießen – vorausgesetzt, sie behalten ihren Glukosespiegel im Blick. Denn Tanzen, Hitze, ungewohnte Essenszeiten oder Alkoholkonsum können den Stoffwechsel beeinflussen. Mehrtägige Festivals bedeuten oft lange Tage, viele Schritte und unregelmäßige Mahlzeiten. Deshalb vorplanen, was rund um die Therapie ins Gepäck sollte. Dazu gehört: ausreichend Insulin und/oder etwaige weitere Medikamente wie orale Antidiabetika, Glukosemessgerät, Teststreifen und Traubenzucker – idealerweise transportiert in einer Bauchtasche oder einem Rucksack, der stets mitgeführt wird. Auch Ersatzbatterien, Kühlbeutel für Insulin sowie ein kleiner Erste-Hilfe-Kasten können hilfreich sein.

Hitze, Bewegung, Alkohol oder zuckerreiche Getränke: Stoffwechselverlauf im Blick behalten

Hohe Temperaturen können bei Menschen mit Diabetes Typ 1 die Wirkung von Insulin beschleunigen – was zu Unterzuckerungen führen kann. Viel Bewegung, etwa durch Tanzen oder weite Wege auf dem Festivalgelände können dies noch verstärken. Deshalb Glukosespiegel regelmäßig kontrollieren und Snacks wie Müsliriegel oder Traubenzucker griffbereit zu haben. Alkohol wirkt zeitversetzt, wer trinkt, sollte regelmäßig auf den Glukosespiegel schauen, kleine kohlenhydratreiche Snacks essen und seine Insulindosis bei Bedarf anpassen. Umgekehrt können zum Beispiel zuckerreiche Energydrinks bei Menschen mit Diabetes Typ 2 zu einer Überzuckerung beziehungsweise Hyperglykämie führen.

Im Vorfeld und vor Ort sich selbst und andere informieren

Sicherheit geht vor – auch beim Feiern. Menschen mit Diabetes sollten vorab das Notfallzelt auf dem Festivalgelände lokalisieren und einen Diabetes-Ausweis mit sich führen. Zudem ist es ratsam, Freundinnen und Freunde einzuweihen: Im Fall einer Unterzuckerung können sie schnell helfen.
Manche Veranstalter verbieten das Mitbringen von Lebensmitteln und Getränken. Ein ärztliches Attest kann dazu beitragen, Ausnahmen zu ermöglichen und Komplikationen beim Einlass zu vermeiden. Fragen dazu beantworten im Vorfeld in der Regel die Festival-Organisatoren.

Tipps kompakt:

Genug Wasser trinken – bes. bei Hitze.
Kohlenhydrathaltige Snacks einpacken, auch für längere Anreisen.
Glukosespiegel regelmäßig kontrollieren, CGM nutzen, Alarm für niedrige Glukosewerte (Hypoglykämiegrenze) nach oben setzen.
Medikamente und Messgeräte kühl und trocken lagern.
Mit Begleitpersonen sprechen und gemeinsam feiern.
Bei Insulinpumpen die temporäre Basalrate anpassen oder den Sportmodus nutzen. Sofern das AID* angeschaltet ist, den Zielwert ggf. korrigieren.

Feiern, trinken, lieben – was junge Menschen mit Diabetes wissen sollten

Alkohol ist ein Zellgift und der Konsum nicht risikofrei. Bei Menschen mit Diabetes kann er zu starken Blutzuckerschwankungen führen – je nach Getränk und Menge steigt der Blutzuckerwert deutlich an oder fällt gefährlich ab. Besonders riskant ist Alkohol in Kombination mit Insulin oder bestimmten Tabletten: Hier droht eine Unterzuckerung, da Alkohol die Zuckerfreisetzung der Leber hemmt. Gleichzeitig enthalten viele alkoholische Getränke große Mengen Zucker. Deshalb gilt: maßvoll genießen, immer mit einer Mahlzeit kombinieren und den Glukosewert regelmäßig kontrollieren. Außerdem erhöhen Bewegung wie Tanzen und auch wenig Schlaf die Gefahr für gefährliche Unterzuckerungen.

Ein Notfall-Kit gehört in jede Partytasche

Vor dem Event sollten Menschen mit Diabetes einen leicht erhöhten Zielwert (Sicherheitswert) haben – so etwa 8,3 bis 10 mmol/l (150 bis 180 mg/dl). Ins Notfall-Kit gehören schnell wirkende Kohlenhydrate wie Traubenzucker oder Fruchtsaft, bestenfalls ein Glukagon-Notfallset und ein Hinweis auf die Erkrankung – etwa in Form eines Armbands oder einer Notfallkarte im Handy. Das Glukagon-Notfallset ist unter Alkoholeinfluss nicht zuverlässig wirksam, denn bei starkem Alkoholkonsum (und auch bei bestimmten Drogen) kann die Leber in ihrer Funktion beeinträchtigt sein – insbesondere in der Fähigkeit, Glukose aus ihren Reserven freizusetzen. Da das Glukagon im Notfall-Kit genau diese Glukosefreisetzung triggern soll, kann die Wirkung bei Alkohol- oder Drogenkonsum ausbleiben oder deutlich abgeschwächt sein. In solchen Fällen sollte möglichst frühzeitig der Rettungsdienst (112) alarmiert werden. Angehörige und das Umfeld sollten über diese Einschränkung informiert sein, um richtig zu reagieren.

Sexualität und Diabetes – ein Thema mit Unsicherheiten

Sex ist körperliche Aktivität – und kann wie Sport den Blutzuckerspiegel senken. Besonders bei insulinpflichtigen Menschen steigt dadurch das Risiko für Unterzuckerungen. Weil Symptome wie Herzrasen oder Schwitzen sowohl auf Lustempfindungen als auch auf eine Unterzuckerung hindeuten können, braucht es ein Bewusstsein dafür und gute Vorbereitung. Dazu gehört: Blutzuckerwerte vor und nach dem Sex überprüfen und kohlenhydrathaltige Snacks bereithalten. Wichtig ist aber auch eine offene Kommunikation mit dem Partner oder mit der Partnerin über das Thema Diabetes und mögliche Risiken. Fragen zum Umgang mit Insulinpumpen oder Sensoren bei körperlicher Nähe lassen sich vorab in der Beratung klären. „Es ist wichtig, auf die individuellen Vorlieben der Betroffenen zu schauen: Einigen ist die Insulinpumpe beim Feiern und Flirten unangenehm. Ob sie für einen Abend abgekoppelt werden kann, sollte mit dem Diabetes-Team individuell besprochen werden
Quellen: diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e. V. (VDBD)


Einladung zum Tag der offenen Tür

Wann und Wo? 

Freitag, 20. Juni 2025, 10-18 Uhr

Samstag, 21. Juni 2025, 10-16 Uhr

Louis-Braille-Str. 6, 01099 Dresden 

Was erwartet Sie?

• interessante Gespräche und Einblick in Fachbereiche 

• Mitmachangebote 

• unser neuer grüner Beratungsraum 

• Einblicke in ein altes Handwerk 

• Hundebar mit Leckerlis für die Vierbeiner 

• Getränke und Snacks gegen Spende

Wer lädt ein? 

• Blinden-und Sehbehindertenverband Sachsen e. V. (BSVS) 

• Landeshilfsmittelzentrum Dresden Kompetenz, Beratung und Inklusion 

• Blickpunkt Auge -Rat und Hilfe bei Sehverlust Ein Angebot des BSVS e. V. 

• Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung des BSVS e. V. (EUTB) 

• Blindenhilfswerk Dresden -Bürstenmanufaktur 

Wir freuen uns auf Sie! Anfahrt, Orientierung und Kontakt Adresse: Louis-Braille-Str. 6, 01099 Dresden Anfahrt ÖPNV: Linien 11, 64, 74, 261 und 520 Haltestelle: Waldschlösschen Orientierungssystem vor Ort: BLIS Ansprechpartner: Frau Meilert -0351 80 90 621